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24. März 2017

Reisebericht - Barfuß in Santorin

Heute möchte ich euch einen Kurz-Reisetipp geben: Santorin!!

Ein Großteil der Bilder von Griechenland - auf Postkarten,  in Reisekatalogen, auf Internetseite o.ä. - stammt aus Santorin, da es dort einfach am Schönsten ist;)

Ich war bis heute 2 mal für mehrere Tage auf dieser wunderschönen Insel und werde euch in diesem Artikel einige hilfreiche Infos und Tipps geben, falls ihr auch mal dort hin möchtet, (nicht lange überlegen, ab geht's!!) oder im Rahmen einer Kreuzfahrt dort vorbei kommt.


Allgemeine Infos


Santorin (i) ist eine kleine griechische Insel, genauer gesagt handelt es sich um ein Archipel mit ca. 18.000 Einwohnern. Diese leben fast ausschließlich vom Tourismus. Fast täglich kommt dort mind. 1 Kreuzfahrtschiff an.

Diese Tradition könnte so langsam mal abgeschafft werden: arme Esel müssen den ganzen Tag faule Touristen den Berg hinauf transportieren. Ein bisschen Bewegung schadet niemanden!

Die beherrschenden Farben dort sind weiß und blau. Alle Häuser, Böden und Wände sind dort weiß gestrichen, was die Sonne sehr schön reflektiert. Kombiniert mit dem Blau ergibt sich eine wunderschöne Urlaubs-Kulisse, bei der man sich direkt wohl fühlt!


Wir waren jeweils  4 Tage auf der Insel, was absolut ausreichend ist, denn die Insel ist nicht sonderlich groß (90km²).  Wir haben 2 Tage gemütlich am Pool und in der Stadt verbracht und an 2 Tagen waren wir mit dem Moped auf der Insel unterwegs. Wenn man ausschließlich auf dem Moped sitzen bleibt, ist man in ca. 4 Stunden einmal komplett über die Insel ( das nur zur Veranschaulichung, wie klein die Insel ist:)).

Anreise und Reisezeit


Wir waren immer im Oktober dort und hatten wahnsinnig tolles Wetter. Richtig warm - selbst abends brauchte man keine Weste o.ä.. Auf dem Moped hatten wir sie eigentlich nur an, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Eincremen dort ist sowieso sehr empfehlenswert:) Egal wie lange man in der Sonne oder auch im Schatten ist, die Sonne hat dort eine ganz schöne Wucht!


Grundsätzlich ist das Wetter dort von Mai bis September/Oktober immer um die 30 Grad. Eine Reise nach Santorin ist meiner Meinung nach im Mai oder September-Oktober empfehlenswert. In den Sommermonaten ist dort einiges los mit Kreuzfahrtschiffen und Tagestouristen von den anderen Inseln, was ja normal ist in den Ferien.

Fira bei Nacht

Es gibt einen kleinen Flughafen dort - Direktflüge sind meines Wissens ab Deutschland allerdings nicht möglich, meist ist ein Zwischenstopp in Athen oder Kreta. 

Von vielen griechischen Inseln werden Tagesausflüge mit dem Schiff angeboten bzw. Fähren pendeln zwischen den kleineren Inseln. Wer Santorin auf seiner Kreuzfahrtroute hat, muss sich darauf einstellen mit Tenderbotten an Land gebracht zu werden, da es keinen wirklichen Hafen gibt. (Und dann dran denken, bitte mit den eigenen Füßen nach oben gehen, nicht durch die der Esel!). 

Unterkunft


Untergebracht waren wir immer im Hotel "Cosmopolitan Suites". Was ich so gesehen habe, ist es eins der schönsten dort. Es liegt total toll, man hat eine der schönsten Aussichten und der Service dort ist auch einsame spitze. Die Zimmer sind teilweise in Stein gemauert, landestypisch eingerichtet und doch sehr komfortabel. Das Hotel ist nicht groß, ich glaube es hat nicht mehr als 15 Zimmer. Dadurch fühlt man sich fast, als wäre man dort ganz alleine. Es ist angenehm ruhig und wir hatten den Pool oft für uns alleine. Der Pool ist so angelegt, dass es den Eindruck erweckt, man schwimmt ins Meer) Das Hotel ist ausnahmslos weiter zu empfehlen. Das Frühstück ist immer mit einbegriffen - man bekommt frisches Obst, leckere Croissants und frisch gepressten Orangensaft. Mittag- oder Abendessen bietet das Hotel nicht an, dafür sind zu viele Restaurants in der nahen Umgebung. Man bekommt dort allerdings kleine Snacks (Sandwichs etc.) und den ganzen Tag und Abend über Getränke, Cocktails, Weine etc.


Unser Schlafzimmer

Der "Frühstücksraum"
Infinity Pool


Die meisten der Hotels in Santorin sind so ausgerichtet, dass man einen tollen Blick auf den Krater hat. Achtet da einfach auf die Hotelbeschreibungen bzw. die Bilder, dann könnt ihr eigentlich nicht viel falsch machen. Ich habe dort kein einziges Hotel gesehen, dass unschön ausgesehen hat!

Sehenswürdigkeiten und Highlights


Das Hotel liegt in der Stadt Fira. Es ist ein ruhiges Örtchen, mit verwinkelten Gassen und schönen Einkaufsbummel-Möglichkeiten. Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, wenn die Kreuzfahrtschiffe morgens im Hafen anlegen. Dann werden die armen Esel mit den Touristen auf dem Rücken die steilen Gassen hochgetrieben (der einzige Kritikpunkt an dieser Insel) und in den Straßen kommt man kaum mehr durch. Erst nach der Siesta (gegen 17.00 Uhr) hat man wieder seine Ruhe und kann die Stadt genießen! Sehenswert ist die griechisch-orthodoxe Kathedrale, mit der typischen Kuppel und wunderschönen Wandmalereien im Inneren.

Landestypische Kirche

Eines unserer Ziele war auch Kap Akrotiri. Dort steht ein alter Leuchtturm, den mal allerdings nicht besichtigen kann. Man kann um den Leuchtturm herum kraxeln und hat dann einen schönen Rund-um-Blick auf Santorin. Mehr aber auch nicht! Kann man hinfahren, man verpasst aber auch nicht unbedingt etwas, wenn man es nicht tut.



Einen Besuch wert sind allerdings die Ruinen der alten Stadt Thera. Die Ausgrabungen liegen auf einem Bergrücken - die Straße hinauf ist es super steil, selbst die Mopeds hatten zu kämpfen. Wir haben einige Fußgänger getroffen, die es spätestens nach 10 Minuten sicherlich bereut haben;). Auf dem Berg ist tatsächlich ein Kassenhäusschen (Eintritt um die 3 Euro)  und ein Getränkeautomat. Neben den Ausgrabungen hat man einen wunderschönen Blick auf das Meer.




Im Tal unten liegt ein schwarzer Sandstrand und Restaurants für die Mittagspause. Der Strand ist gewöhnungsbedürftig, da er so schwarz ist, aber es ergibt auch ein schönes Foto-Motiv. Da wir erst im Oktober dort waren, war es recht ruhig an diesem Strand-Ort, man konnte allerdings an der Umgebung mit den vielen Restaurants und Geschäften erkennen, dass in der Hochsaison einiges los ist.



Der Ort Oia (sprich Ia) ist ein absolutes Muss und der bekannteste der Insel! Er liegt träumerisch im äußersten Nordwesten und hat so Einiges zu bieten:  wunderschön gelegene Bars und Restaurants mit tollem Meerblick, alte Windmühlen, blumenbehangene Häuser und viele tolle Geschäfte. Es gibt dort viele Galerien mit Gemälden, Kunsthandwerk und selbst gemachtem Schmuck. Man kann gemütlich stundenlang in den Gassen umherwandeln.





Wer sich für Fotografie interessiert, sollte dort ruhig einen kompletten Tag einplanen - es gibt an jeder Ecke unzählige tolle Motive! Oder gleich eine Übernachtung buchen, dann kann man sich in Ruhe alles anschauen! Beim ersten Besuch haben wir es verpasst, aber beim 2ten mal Gott sei dank miterlebt: Den Sonnenuntergang in Oia. Nicht nur für Fotografen ein Highlight! Aber Achtung - rechtzeitig da sein und einen guten Platz reservieren - das wird sehr voll!

Sonnenuntergang in Oia

Wir sind zu Fuß von Fira dorthin gewandert. Die Tour dauert zwischen 4 und 5 Stunden und führt direkt wunderschön an der Küste vorbei. Unbedingt an Sonnenschutz und genügend Wasservorrat denken. Es ist unfassbar, wie die Sonne da brennt. Außerdem auf jeden Fall festes Schuhwerk mitnehmen. Mit Flip Flops kann das ganz schön schmerzhaft werden, wenn man über die schroffen Felsen kraxeln muss. Auf halbem Weg findet man außerdem eine schöne orthodoxe Kirche, die man sich anschauen kann. Zurück sind wir mit dem Bus gefahren. Er fährt alle Stunde ab Oia zum Busbahnhof in Fira. 

Fußweg von Fira - Oia


Die Ruinen von Akrotiri haben wir beim 2ten Trip besucht. Es handelt sich um eine archäologische Ausgrabungsstätte im Süden der Insel. Die Stadt wurde durch einen Vulkanausbruch verschüttet und so über 3500 "konserviert", bevor sie im Jahr 1967 entdeckt wurde. Früher waren die Ruinen wohl frei zugänglich. Mittlerweile sind sie komplett überdacht und man muss Eintritt bezahlen (ich glaube es waren 4 Euro?). Ich fand es sehr interessant. Man kann durch die alten Ruinen laufen und überall hängen Infotafeln mit Hintergrundinformationen.


Nicht weit weg von den Ruinen gibt es einen Strandabschnitt mit kleinen Restaurants und 200m weiter liegt ein Strand der komplett aus rot-braunem Sand besteht. Ich weiß leider nicht mehr wie er heißt, aber er ist ausgeschildert.

Essen und Nachtleben


Natürlich gibt's es überall schöne Restaurants . Meine Empfehlung ist es, nicht direkt auf die größten und buntesten drauf los gehen, sondern lieber mal in die Gassen links und rechts schauen oder unterwegs auf dem Land anhalten. Die Restos direkt in der Stadt sind sehr auf die Tagestouristen ausgelegt und für meinen Geschmack etwas gekünstelt. Die typischen Calamari mit Tzaziki und Greek Salad bekommt man in den kleineren Restaurants oft frischer und besser, als in den großen Touri-Schuppen.

Lieblingsessen: Gegrillter Tintenfisch mit einer Art Humus

Zu Essen gibt es immer frischen Fisch und leckere Meeresfrüchte. Wir haben oft als Vorspeise gemischte Vorspeisenteller bestellt und waren immer begeistert.

Wir haben leider mehrfach die Erfahrung gemacht, dass das Essen oder die Drinks direkt an den "Haupt" Straßen nicht so gut waren!



Bis Mitte Oktober ist Saison in Santorin, d.h. viele Bars und einige Clubs haben geöffnet. In Fira gibt es eine kleine Altstadt, sogar mit einem englischem Pub, einigen Karaoke-Bars und einem Open-Air Nachtclub. Wir waren quasi am letzten Saison-Tag im Club und die Stimmung war überall super!


Fazit


Für einen Kurz-Trip ist diese Insel nicht nur ideal -  mir fällt gerade kein schönerer Ort dafür ein! Ich könnte mir sehr gut vorstellen mal eine Mädelstour dorthin zu machen. Trotz dem "Sightseeing-Programm" und der kurzen Zeit hatte ich danach jedes mal das Gefühl absolut erholt zu sein! Wer auf einer Insel in der Nähe Urlaub macht (Kreta o.a.) sollte sich unbedingt darum bemühen, eine Tagestour nach Santorin zu machen!!



Ich habe gerade wieder Fernweh bekommen und vielleicht konnte ich euch mit dem Bericht und den Bildern ja damit anstecken:). Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne stellen!




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